betrachtet man verschiedene websites fällt auf, dass in zahlreichen nicht berücksichtigt ist, dass sie eine mittel zur kommunikation sind. hasler gibt in ihrem text die user führen tipps, was für eine erfolgreiche kommunikation zu beachten ist (hasler 2005).
als erstes und oberstes prinzip gilt, dass die gestalter immer wieder die benutzerperspektive einnehmen müssen. zudem müssen sie drei erfolgskritische kontexte beachten: i) externer kommunikationskontext, ii) makrokontext und iii) mikrokontext.
externer kommunikationskontext
im externen kontext wird betrachtet, wo sich das unternehmen oder institution in bezug auf seine/ihre konkurrenten positioniert. die website sollte klar machen, inwiefern sich das unternehmen von den anderen abgrenzt und welches die herausragenden eigenheiten sind (online-medien als marketing-instrumente).
die zukünftigen user der website wollen schnell die erwünschte information aus der website erfahren. so besteht eine herausforderung in der gestaltung der websites: das informationsangebot muss möglichst explizit, gut strukturiert und schnell auffindbar bereitliegen, damit ein user es holt (hasler 2005: 84). um keine verwirrungen zu stiften muss die operationale informationsebene auf allen seiten einer website konsistent sein.
makrokontext
im makrokontext werden die rahmenbedinungen für die sitearchitekur – konzipierung der inhalts- und handlungsebene und deren zusammenspiel – bestimmt. um die hyperstruktur und hierarchie festlegen zu können muss eine möglichst umfassende bestandsaufnahme der inhalte, eine analyse der informationsarten und die bestimmung der relevanz für die zielgruppen gemäss kommunikationszielen durchgeführt werden.
nach hasler ist es ratsam, die dargebotene information zu klassifizieren (hasler 2005: 86f). in jeder website gibt es informationen die notwendig sind oder nur wünschswert oder gar bloss illustrativ. ist eine information notwendig, sollte sie auf einer webseite stehen, die in der hierarchie weit oben ist. im mittelfeld der hierarchie kommen wünschenswerte und im unteren feld die illustrativen informationen. d.h., um zu den notwendigen informationen zu gelangen, werden nur wenige links benötigt.
hasler nutzt das frame-script-modell der kognitionswissenschaft, um die navigation innerhalb der website festzulegen. unter frames wird “ein eher statischer wissenskomplex verstanden, eine art ‘rahmenwissen’ über erwartbare bestandteile, themen, vorstellungen und begriffe, die zu einem frame gehören. […] als script (abläufe, szenarien) werden die eher prozessualen wissenkomplexe eines frames bezeichnet, also die in einem frame ablaufenden handlungen, prozesse oder rituale […]” (hasler 2005: 88). für eine optimale userführung ist es günstig, wenn die bezeichnungen von hauptnavigationspunkten frames benennen und subnavigationspunkte unterframes oder scripts entsprechen.
mirkokontext
im mikrokontext werden fragen zur gestaltung der einzelseiten behandelt, wie die informationsstruktur und die verlinkung konzipiert sein müssen. d.h., es dreht sich um die konkrete inhaltich-textliche und operationale gestaltung der Einzelseite.
die textgestaltung unterliegt den gleichen textlinguistischen bedingungen wie ein printtext. vorsicht ist bei links mitten im text geboten. diese sind nur dort sinnvoll, wo es für die textaussage irrelevant ist, wenn die rezeption beim link unterbrochen wird.
referenz