kommunikation von erneuerungen, events oder ähnliches
Posted by tschan on March 19, 2006
führt eine bibliothek eine neue dienstleistung ein, sieht sie sich vor der aufgabe, ihre benutzer darüber in kenntnis zu setzen. es stehen ihr eine breite palette verschiedener kommunikationsarten zur verfügung: so kann sie i) zu einem vortrag laden, in welchem die erneuerungen vorgestellt werden, sie kann ii) einen brief oder eine email versenden, oder sie stellt iii) ein plakat in den eingangsbereich, legt flyer bei der ausleihe bzw. information auf oder setzt die botschaft an prominenter stelle auf die homepage.
kommunikationsart i) ist mit enormen personellen und zeitlichen aufwand verbunden, da die nutzer nicht nur über die erneuerungen informiert werden müssen, sondern zudem noch zum vortrag eingeladen werden müssen. diese strategie, um die öffentlichkeit zu informieren, scheint denkbar ungünstig zu sein. hingegen ist ein vortrag eine ökonomische art, intern (sprich das bibiothekspersonal) über neuerungen, geplante events etc. zu informieren. die mitarbeiter können schnell ins bild gesetzt werden und sie können die gelegenheit nutzen, ihren input beizusteuern.
für die öffentlichkeit scheint die kommunikationsart ii) oder iii) geeigneter zu sein. iii) hat den nachteil, dass nicht kontrolliert werden kann, wer die information erhalten hat und wer nicht. ob die botschaft über die erweiterung des angebots bei den nutzern angekommen ist, kann erst nach einer gewissen zeit entschieden werden mittels beantwortung der frage, ob die dienstleistung genutzt wird oder nicht.
werden die benutzer persönlich angeschrieben (ii), hat die bibliothek die gewissheit, dass alle benutzer über die erneuerung informiert sind. nachteil ist aber, dass potenzielle nutzer aussen vor bleiben.
betrachtet man schweizer bibliotheken fällt auf, dass sie vor allem das medium homepage zur verbreitung von neuerungen, events oder ähnlichem benutzen. in bezug auf die verschieden möglichkeiten zu informieren, ist das präsentieren im web eine der einfacheren und billigeren methoden. aber die bibliotheken übergeben die verantwortung an die kunden: die nutzer müssen sich rühren, um über das aktuelle angebot einer bibliothek informiert zu sein.
warum nutzen schweizer bibliotheken eigentlich nicht die möglichkeit, einen rss-newsfeed anzubieten, der die nutzer direkt über veränderungen auf der homepage informieren?
Dominique said
Liebe Ladina
Ich antworte dir aus Benutzersicht:
- Ich habe keine RSS abonniert
- Am liebsten habe ich, wenn Neuerungen in der Eingangshalle der Bibliothek gross angeschlagen werden, mit Flyern, die herumliegen. Ich käme nie auf die Idee im Internet nachzuschauen, ob in der Bibliothek etwas Neues los ist. Ins Internet gehe ich nur, wenn ich den Katalog konsultiere (da clicke ich mich ganz schnell zum Katalog, ohne zu lesen was sonst noch steht) oder wenn ich wegen der Öffnungszeiten unsicher bin.
Gruss Dominique